Nachts in Berlin. Es könnte eventuell auch schon früher Morgen sein. Neben meinem Zeitempfinden hat der Alkohol auch meinem Orientierungssinn bereits ordentlich zugesetzt. 🍾
Aber ich hab noch von einer Party in einem anderen Teil der Stadt gehört. Also auf zur U-Bahn. 🚉
Mit mir steigt eine Gruppe junger Leute ein, die ordentlich feiern. Ich geselle mich dazu und fülle damit meinen Alkoholpegel endlich auf Normalnull. 🍻
Doch langsam werde ich müde. 😴
Die Leute aus der Party-Crew steigen auch nach und nach aus und es wird still in der U3. Bald fallen mir die Augen zu. „Wecker stellen nicht vergessen!“, klingeln meine inneren Alarmglocken. ⏰
Ich krame mein Zeichenzeug aus meinem Rucksack und schreibe auf ein weißes Blatt Papier gut leserlich: „Bitte am Alexanderplatz wecken!“ Nach einer Weile tippt mir jemand auf die Schulter. ☺️
Ich versuche gar nicht erst, meinen Orientierungssinn wieder zu bekommen und schaue den Störenfried, der mich aus dem süßen Schlummer gerissen hat, ungewollt hasserfüllt an. 👹
„Wir sind gleich am Alex.“, stottert der junge Mann verlegen. 🥺
Mein lächelndes „Danke!“ hat ihn schließlich doch noch davon überzeugt, dass er heute nicht sterben muss. 💀
Ich schwanke zur Tür und stelle wieder einmal fest: „Das mit den Türknöpfen hätten sie Design-technisch echt besser lösen können. Zwei so dicht nebeneinander verwirrt die Leute doch nur.“ 🥴
Nach dem dritten Versuch treffe ich einen der beiden Knöpfe. Hallo Alexanderplatz! 🥳